Geschäfts­ent­wicklung

Erfolgreiches Ergebnis

Das Geschäftsjahr 2016 war in vielerlei Hinsicht sehr erfolgreich. In besonderem Mass gilt dies für das Ergebnis: Mit 86.2 MCHF Reingewinn schliesst die Jahresrechnung 2016 deutlich über dem Vorjahr ab (+71.1 MCHF). Vom Reingewinn sind allerdings 33.9 MCHF auf einen einmaligen und ausserordentlichen Effekt zurückzuführen: In der Jahresrechnung 2016 wurde das Depot bei der Zürich Versicherung zur Begleichung laufender und neuer Haftpflichtselbstbehalte sowie der dazugehörigen Rückstellungen bilanziert. Ohne diesen einmaligen Effekt resultiert ein Gewinn von 52.3 MCHF. Die EBITDAR-Marge bleibt mit 9.2 % weiterhin leicht unter dem angestrebten Zielwert von 10 %. Weiterhin als gut bezeichnet werden darf die Cashflow-Marge. Diese ist von grosser Bedeutung, weil in den nächsten Jahren die Erneuerung der Infrastruktur einen hohen Mittelbedarf erfordern wird.

Vielfältige Gründe für gutes 2016

Das gute Ergebnis gründet massgeblich auf der anhaltend hohen Nachfrage bei sämtlichen Leistungen und auf dem disziplinierten Kosten- und Investitionsmanagement. Wichtige Beiträge leisteten auch die erhöhte Transparenz bei den Führungskennzahlen und die tiefen Zinsen, aber auch Fortschritte, welche das USZ in der Auslastung, in der Produktivität, in der Qualität, in der Patientenorientierung und bei Kooperationen erzielen konnten.

Fortschritte in der Produktivität und der Qualität erzielt.

USZ-Rechnung erstmals nach Swiss GAAP FER

Mit der Rechnung 2016 legt das USZ die Berichterstattung zum ersten Mal gemäss den Vorgaben von Swiss GAAP FER vor. Damit erhöht sich die Transparenz und die Zahlen werden in einem national bekannten Format präsentiert. Für das USZ ist dies aus drei Gründen von Bedeutung:

  1. Swiss GAAP FER hat sich als Branchenstandard für die Schweizer Spitäler durchgesetzt. Insofern fördert seine Anwendung die Vergleichbarkeit unter den Spitälern.
  2. Dank der weiten Verbreitung von Swiss GAAP FER unter den Spitälern wird sich die Qualität der Kostengewichtsermittlung bei SwissDRG erhöhen.
  3. Die Aufnahme von Fremdkapital am Kapitalmarkt, zum Beispiel mittels Anleihen, verlangt die Anwendung von Standards, die im Finanz- und Kapitalmarkt bekannt sind und von der Börse akzeptiert werden. Swiss GAAP FER erfüllt diese Anforderungen.

Für die Berichterstattung an den «Konzern Kanton Zürich» gelten nach wie vor die kantonalen Vorgaben gemäss Handbuch für Rechnungslegung des Kantons Zürich HBR. Das USZ setzt sich dafür ein, dass die Werte nach Swiss GAAP FER in Zukunft auch für die Kantonsrechnung akzeptiert werden.

Die Jahresrechnung weist neben dem Ergebnis der Konzernrechnung USZ nach Swiss GAAP FER auch das Ergebnis des USZ nach Swiss GAAP FER (Einzelabschluss) aus. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Konzernrechnung USZ.

Leistungen und Ertrag

Stationäre Leistungen nahmen zu

Die Zahl der stationären Austritte nahm 2016 mit 3.5 % oder 1’391 Austritten gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre etwas stärker zu. Auffallend war das starke Wachstum bei den halbprivat und privat versicherten Patienten. Mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 8.4 % lag das Wachstum 600 Basispunkte über dem Wachstum bei den allgemein versicherten Patienten. Auch die Anzahl der Fälle mit Wohnsitz in anderen Kantonen nahm gegenüber dem Vorjahr zu, nämlich um 7.6 %. Dies ist angesichts der hohen Dichte an Regional-, Kantons- und Privatspitälern in allen Landesteilen keine Selbstverständlichkeit und spricht für das spezialisierte Angebot am USZ. Die in den letzten Jahren durchgeführten Gebäudesanierungen zugunsten eines verbesserten Patientenkomforts mag für das Wachstum eine Rolle gespielt haben. Patientenbefragungen des USZ zeigen jedoch, dass letztlich die medizinische Kompetenz sowie der Einsatz neuster Methoden, Materialien und modernster Medizintechnik entscheidende Faktoren sind für die Wahl des USZ. In diesen Bereichen wird dem USZ von Patienten und zuweisenden Ärzten weit über die Kantonsgrenzen hinaus eine herausragende Stellung eingeräumt. Das USZ investiert kontinuierlich in das Wissen der Mitarbeitenden, in moderne Medizintechnik und in eine fortschrittliche Medizininformatik, um das Versprechen an die Patienten «Wir wissen weiter» so gut wie möglich einzulösen.

USZ wuchs mit dem Markt

2016 vermochte das USZ den Marktanteil bei den stationären Fallzahlen bei knapp über 17 % zu halten. Oder anders gesagt: Das USZ wuchs etwa im gleichen Umfang wie die gesamte Nachfrage der Zürcher Listenspitäler. Die einzelnen Kliniken und Institute des USZ wuchsen unterschiedlich stark. Veränderungen beim Angebot der übrigen Leistungsanbieter wirken sich jeweils auf die Patientenströme aus. Das USZ steht kantonal und national in Konkurrenz zu anderen Spitälern. Diese Konkurrenz bedeutet für die Patienten und Zuweisenden, dass sie eine echte Auswahl an Angeboten haben und sich die Leistungsanbieter entsprechend mit Exzellenz und Qualität profilieren müssen. Das kommt letztlich den Patienten zugute.

Hoher Spezialisierungsgrad

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 6.87 Tagen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (6.88 Tage). Ausschlaggebend für das finanzielle Ergebnis ist neben der Anzahl Patienten auch die Entwicklung des Schweregrads. Dieser spiegelt sich im Case Mix Index (CMI) wider. Multipliziert man den CMI mit der Baserate bei CMI 1.0), ergibt sich dadurch der Ertrag pro Fall. Hinzu kommen Zu- und Abschläge für die Liegedauer, besonders teure Medikamente und Materialien, Honorare sowie Hotellerie-Leistungen. Der durchschnittliche CMI der am USZ behandelten Patienten konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.1 % auf 1.559 (Vorjahr: 1.540) gesteigert werden. Die Summe der Schweregrade, das Kostengewicht (Cost Weight oder CW), betrug 63’827 Punkte und lag damit 2’965 Punkte beziehungsweise 4.8 % über dem Vorjahr. Die 10 % der Patienten mit dem höchsten Schweregrad wiesen einen durchschnittlichen CMI von 6.974 (Vorjahr: 6.833) aus. Sie machten 44.5 % des gesamten Kostengewichts aus und zeigen den hohen Spezialisierungsgrad am USZ.

Viele Hochdefizitfälle

Fünf Jahre nach der Einführung der neuen Spitalfinanzierung und des Tarifsystems SwissDRG werden viele komplexe Behandlungen im System der Fallpauschalen nach SwissDRG nach wie vor nicht hinreichend abgebildet. Am USZ treten überdurchschnittlich viele Fälle mit grossem Defizit auf. Von Hochdefizitfällen spricht man, wenn die Behandlungskosten den Ertrag um mindestens das doppelte übersteigen. Das USZ weist auf sämtlichen Versorgungsstufen einen hohen Anteil von Fällen aus mit Merkmalen, die überdurchschnittlich hohe Verluste mit sich bringen. Zu diesen Merkmalen gehört zum Beispiel der Gesundheitsstatus eines Patienten bei Eintritt. Insgesamt machen die Hochdefizitfälle nur etwa 6 % aller stationären Fälle am USZ aus. Die finanziellen Auswirkungen sind jedoch gravierend. Die Hochdefizitfälle verursachen bei einer angenommenen Baserate auf der Höhe der nichtuniversitären Zürcher Listenspitäler von 9’650 CHF einen Verlust von rund 50 Mio. CHF. Die bisher durch die SwissDRG AG getroffenen Massnahmen vermögen dieses Problem noch nicht zu lösen. Der Bundesrat und der Verwaltungsrat der SwissDRG AG haben das Problem erkannt und bei der Verabschiedung des Tarifwerkes für das Jahr 2017 darauf hingewiesen, dass das Problem nach wie vor besteht und daher differenzierte Baserates für die verschiedenen Spitalkategorien notwendig sind.

Langwierige Tarifsetzung

Im laufenden Tariffestsetzungsverfahren mit den Krankenversicherern verlangt das USZ genau diese differenzierten Baserates pro Spitalkategorie. Diese werden indes von den Versicherern nach wie vor abgelehnt. Zur Erinnerung: Mit RRB Nr. 278 / 2013 hatte der Regierungsrat im Jahr 2013 die Tarife für das USZ festgesetzt. Gegen diesen Entscheid legten die Einkaufsgemeinschaften HSK und tarifsuisse Beschwerde ein. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Sache mit dem Urteil vom 24. April 2015 zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Das Gericht stützte zahlreiche Elemente der Festsetzung durch den Kanton Zürich, wie zum Beispiel höhere Tarife für Universitätsspitäler, ein separates Benchmarking für Universitätsspitäler sowie die Festlegung, das zweitgünstigste Spital als Referenz-Benchmark zu verwenden. Es verlangte jedoch bei den gemeinwirtschaftlichen Leistungen einen detaillierteren Ausweis, insbesondere bei den Kosten für Forschung und Lehre. Das USZ erbrachte in der Zwischenzeit diesen Nachweis und reichte ihn bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ein. Der Regierungsrat wird nun auf Antrag der Gesundheitsdirektion erneut die Baserate festsetzen müssen. Falls dagegen wiederum Rekurs eingelegt wird, geht das Geschäft ein zweites Mal an das Bundesverwaltungsgericht zur Prüfung. Für das USZ bleibt damit das Risiko, rückwirkend Zahlungen für die Jahre ab 2012 leisten zu müssen.

Vertrag mit der CSS vereinbart

Ein wichtiger Erfolg war vor diesem Hintergrund, dass das USZ mit der grössten Krankenversicherung der Schweiz, der CSS Gruppe, eine vertragliche Einigung über die Baserate für die Jahre 2012 bis 2017 erzielen konnte. Die Höhe der vereinbarten Baserate unterstreicht die Angemessenheit der Forderungen des USZ. Das USZ und die CSS haben die vertragliche Lösung bei den stationären Preisen zum Anlass genommen, um gemeinsam vertiefte Konzepte für zukunftsfähige, innovative Lösungen im Bereich der Vergütung, der Behandlungskosten und der administrativen Abläufe zu entwickeln.

Trend hin zu ambulanten Leistungen

Im ambulanten Bereich setzte sich 2016 das Wachstum der letzten Jahre fort. Gegenüber dem Vorjahr nahm das Volumen der ambulanten Taxpunkte um 6.8 % zu und erreichte einen Wert von 260.0 Mio. Taxpunkten (Vorjahr: 243.3). Damit nahm der Anteil des ambulanten Ertrages am Betriebsertrag um 130 Basispunkte zu und beläuft sich 2016 auf 24.4 % (Vorjahr: 23.1 %). Dieses Wachstum unterstreicht den Trend hin zu einer höheren Nachfrage nach ambulanten Leistungen. Es zeigt auch die Verschiebung von ehemals stationären Behandlungen in den ambulanten Bereich. Kurz: Die Medizin wird ambulant und dies auch am USZ. Dabei hat die Einführung der Fallpauschalen im stationären Bereich das Wachstum im ambulanten Bereich nicht wesentlich beschleunigt: Bereits vor 2012 war das ambulante Wachstum deutlich stärker als das stationäre.

Verbesserungen im ambulanten Bereich

Die Spitäler übernehmen im ambulanten Bereich eine unerlässliche Versorgungsaufgabe. Dazu gehören insbesondere die ambulante Notfallversorgung, die zunehmend spezialisierten ambulanten Behandlungen sowie die teilweise langjährigen Behandlungen in Zusammenhang mit komplexen stationären Eingriffen, wie z. B. Transplantationen. Gleichzeitig sind die Preise im ambulanten Bereich stark unter Druck. Die Entschädigung des ambulanten Taxpunktwertes kennt seit vielen Jahren nur eine Richtung: nach unten. Leider bildet der TARMED-Katalog das ambulante Angebot der Spitäler in vielen Bereichen ungenügend ab. Daher sind nur wenige Spitäler in der Schweiz in der Lage, das ambulante Angebot kostendeckend zu betreiben. Aus diesen Gründen unternahm das USZ in den letzten Jahren verschiedene Anstrengungen, um einen Verlust im ambulanten Bereich zu minimieren:

  • Gezielte Analyse der Kostendeckungsgrade je Klinik mittels Kostenträgerrechnung
  • Anpassung der Organisation und der Abläufe in ausgewählten Kliniken
  • Befragung von Patienten zur Identifikation von gezielten Verbesserungsmassnahmen
  • Review der Prozesse und Datenflüsse von der Leistungserfassung bis zur Fakturierung
  • Intensivierung des Leistungscontrollings und der Schulungen zugunsten einer vollständigen und korrekten Leistungserfassung und Verrechnung
  • Vereinfachung des Inkassos bei ambulanten Selbstzahler-Notfällen und Einführung von Pauschalen

Diese Massnahmen ermöglichten, die Effizienz zu verbessern und die Zunahme der Nachfrage aufzufangen.

Betriebsertrag

Neben dem Ertrag aus der stationären und der ambulanten Versorgung fallen am USZ weitere bedeutende Erträge an. Dazu gehören insbesondere die medizinischen Leistungen an externe Leistungserbringer, Einkünfte aus Kooperationen sowie Erträge aus Leistungen an die Mitarbeitenden. Einzig der Beitrag des Kantons für gemeinwirtschaftliche Leistungen (21.6 MCHF und damit –0.1 MCHF gegenüber dem Vorjahr) und der Beitrag für die Forschung und Lehre (72.2 MCHF und damit –1.0 MCHF gegenüber dem Vorjahr) waren rückläufig. 2016 betrug der Allokationsbeitrag der Universität Zürich für Forschung und Lehre 57.9 MCHF und machte damit noch 4.4 % des Gesamtertrages (Vorjahr: 4.8 %) aus. Insgesamt erhöhte sich der Betriebsertrag um 68.6 MCHF (+5.4 %) auf 1’326.2 MCHF. Mit 60.3 % bildeten die stationären Leistungen den mit Abstand grössten Anteil am Gesamtertrag.

Ressourcen und Aufwand

Produktivität

Der Betriebsaufwand überstieg mit 1’246.1 MCHF das Vorjahr zwar deutlich, nämlich um 43.8 MCHF (+3.6 %), blieb damit aber unter dem Wachstum beim Ertrag (+5.4 % gegenüber Vorjahr). Diese Produktivitätsverbesserung zeigt sich auch bei den operativen Kennzahlen. Das USZ hat sowohl bei der Auslastung der Betten, der Operationssäle und der medizinischen Geräte Verbesserungen erzielt und damit die Produktivität erhöht. Der Gesamtertrag je Vollzeitstelle (ohne Auszubildende) stieg gegenüber 2015 um 10’400 CHF auf 227’369 CHF.

Betriebsaufwand

Der grösste absolute Anstieg bei den Betriebskosten war auch 2016 beim Personalaufwand zu verzeichnen. Dieser stieg um 22.0 MCHF auf 753.5 MCHF. Verglichen mit dem Stichtag 31.12.2015 waren am USZ per 31.12.2016 191.8 Vollzeitmitarbeitende (VZE = Vollzeiteinheiten) mehr angestellt. Insgesamt ist der Anstieg an Vollzeiteinheiten im Wesentlichen auf die höhere Nachfrage zurückzuführen, aber auch auf neue Aufgaben und Angebote in den Bereichen Infrastruktur, Hotellerie und Digitalisierung. Immer noch stark zu Buche schlagen die höheren Sparbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung der Angestellten des Kantons Zürich BVK. Mit dem ab 1.1.2017 gültigen neuen Vorsorgereglement werden die Arbeitgeber-Sparbeiträge nochmals leicht ansteigen und sind ab diesem Datum fix geschuldet, unabhängig vom Deckungsgrad der BVK. Dieser Effekt wird nur teilweise durch die wegfallenden Sanierungsbeiträge kompensiert. Das USZ begrüsst jedoch die Entscheidungen der BVK zugunsten einer nachhaltigen Finanzierung. Diese waren angesichts der tiefen Zinsen bei den Obligationen notwendig, um die Finanzierung der Renten langfristig zu sichern und die Umverteilung von Jung zu Alt zu stoppen.

Das Wachstum beim medizinischen Aufwand war wie bereits in den Vorjahren zum grössten Teil auf die höhere Nachfrage im ambulanten Bereich zurückzuführen. Zudem fiel 2016 eine Preiserhöhung der Kantonsapotheke Zürich ins Gewicht. Auch der nichtmedizinische Aufwand stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an (+7.9 %). Dies insbesondere aufgrund grosser azyklischer Anschaffungen im Bereich IT-Hardware. Dank konsequenter Verhandlungen von Einkaufspreisen auch bei den nichtmedizinischen Beschaffungen konnte ein höherer Kostenanstieg vermieden werden.

EBITDAR-Marge

Das USZ weist mit 9.2 % eine um 30 Basispunkte höhere EBITDAR-Marge (Earnings before Interest, Tax, Depreciation, Amortisation and Rent) als im Vorjahr aus (Vorjahr: 8.9 %). Das Ziel von 10 % wurde damit knapp verfehlt.

Kapitalkosten

Die Kapitalkosten (Abschreibungen und Zinsen) für die Nutzung der Immobilien und der Mobilien lagen deutlich unter dem Vorjahreswert. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Bereinigung der Sammelaktivierungen und die Umstellung auf Einzelaktivierung sowie auf die Aufwertung der Beteiligung an der Zentralwäscherei Zürich ZWZ. Diese Faktoren führten im Vorjahr zu hohen Sonderabschreibungen beziehungsweise zu einem hohen Ertrag aus Minderheitsbeteiligungen. Damit ist der Vergleich zum Vorjahr wenig aussagekräftig. Bei den Kosten für die Nutzung der Immobilien sowie bei den Finanzierungskosten profitierte das USZ von einem anhaltend tiefen Zinsumfeld und von einem immer noch hohen Cashflow.

Ausserordentlicher Erfolg von 33.9 MCHF

In der Rechnung 2016 bilanziert das USZ erstmalig die Rückstellungen für Haftpflichtfälle. Gleichzeitig wurde das über die Jahre einbezahlte Depot zur Begleichung des Selbstbehaltes von 70 % in der Bilanz aktiviert. Aufgrund des stark rückläufigen Schadenverlaufs am USZ übersteigt der Bestand im Depot die Rückstellungen. Netto ergibt sich daraus eine erfolgswirksame einmalige Ergebnisverbesserung von 33.9 MCHF.

Investitionen, Cashflow und Bilanz

Das Investitionsvolumen im Bereich der Mobilien (Medizintechnik, Informatik, Geräte) lag mit insgesamt 35.1 MCHF 7.7 MCHF über dem Vorjahresniveau. Der Nachholbedarf an Ersatzbeschaffungen ist auch in diesem Bereich hoch. Es stehen grosse Ersatzinvestitionsvorhaben an, zum Beispiel in der Telefonie, in der Logistik und bei den Administrativsystemen. 2016 resultierte ein Free Cashflow von 21.7 MCHF. Die Bilanzsumme nahm um 108.9 MCHF auf 649.8 MCHF zu.

Gewinnverwendung

Der Jahresgewinn im Einzelabschluss USZ 2016 Swiss GAAP FER beläuft sich auf 84’253’224 CHF und soll den freien Reserven im Eigenkapital gutgeschrieben werden.

Die Konzernrechnung USZ 2016 Swiss GAAP FER weist einen Gewinn von 86’203’911 CHF aus. Die Eigenkapitalquote beläuft sich nach Zuwendung an die Reserven auf 31.1 %.