Forschung und Lehre

2016 hat die Direktion Forschung und Lehre (DFL) die Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und der ETH Zürich im Hinblick auf die Swiss-Personalized-Health-Network-Initiative vorangetrieben.

Die Kommission Innovationen wurde von der Spitaldirektion beauftragt, die vom USZ eingereichten Projekte zu beurteilen. Es wurden 43 Anträge mit einem Volumen von 5’295’258 Franken eingereicht. Nach eingehender Prüfung genehmigte die Kommission 21 Gesuche mit einem Gesamtbetrag von 1’864’536 Franken.

Mentoring

Innerhalb des Mentoring-Programms wurde neu für elf Mentees eine Mentorin gefunden. Ausserdem fanden zahlreiche Laufbahnplanungen statt.

Im Rahmen des Fördergefässes «Filling the Gap» der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, das zum Ziel hat, die Anzahl von Pro­fessorinnen in der Fakultät zu erhöhen, starteten 16 neu Geförderte ihre «Filling the Gap»-Forschungstätigkeit am USZ.

Clinical Trials Center

Die 2016 im Clinical Trials Center (CTC) betreuten klinischen Studien waren überwiegend Investigator initiated Trials. Rund 10 % der klinischen Studien waren rein durch die Industrie gesponsert.

Das Clinical Trials Center führte 280 Beratungen durch.

2016 wurden vom CTC 280 projektspezifische Beratungen für 250 verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt. Im Rahmen des Monitorings wurden 72 Studien, mehrheitlich Multizenterstudien, bearbeitet. Ebenso wurden zahlreiche externe und interne Audits durchgeführt.

Die internationale Vernetzung wurde im Rahmen des International Clinical Trial Center Networks ICN weiter gefördert: Das Netzwerk besteht aus zehn globalen Founding Members (Europa, Asien und USA) und vier assoziierten in Afrika, Europa und Asien.

Alle in Studien involvierte Mitarbeitenden des USZ sind verpflichtet, Good-Clinical-Practice-(GCP)-Kurse zu besuchen. 2016 fanden 38 reguläre GCP-Kurse mit insgesamt 1493 Teilnehmenden statt.

Research Data Service Center

2016 wurde das Research Data Service Center (RDSC) gegründet und aufgebaut. Dieses unterstützt die zunehmend stärker Daten-getriebene, translationale klinische Forschung, indem es demographische, klinische und OMICs-Daten aus den Quellsystemen des USZ in das neue klinische Datawarehouse «Oracle Translational Research Center» integriert.

Es bietet diese Daten den berechtigten Personen aus Kliniken, Instituten und Direktionen des USZ sowie weiteren Partnern im Zusammenhang mit Kooperationen zur Sekundärnutzung an. Die durchgeführten Projekte resp. die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Verbesserung von Therapieansätzen und von Behandlungsprozessen führen und den Patienten und Patientinnen am USZ zugutekommen.

Zentrum Klinische Pflegewissenschaft

2016 wurde die Einführung des Delir Path in der Klinik für Anästhesie initiiert. Ebenso wurden die Pflegepersonen im Bereich Patientenedukation USZ-weit geschult. Weiter wurde die Einführung Bezugspflege vorangetrieben und die Entwicklung einer konzeptionellen Grundlage für die Pflegepraxis USZ erarbeitet. Diese baut auf den Grundsätzen der Patienten- und familienzentrierten Versorgung auf. 2016 liefen u. a. die Forschungsprojekte Multizentrische Studie PEINCA, SMP-NEP RCT (Wirksamkeit eines APN-Selbst­mana­gement-Programms für Patienten im ersten Jahr nach einer Nieren­trans­plantation), das Ver­sorgungs­forschungs­projekt

2016 liefen u. a. die Forschungsprojekte Multizentrische Studie PEINCA, SMP-NEP RCT, das Versorgungsforschungsprojekt Delir-Path und DRG-Begleitforschung Pflege.

Pflege­fach­personen in der Patienten­edukation geschult.

Simulationszentrum

Im Simulationszentrum sind alle klinisch tätigen Personen zum Training einfacher Skills sowie komplexer Teamsituationen eingeladen. 2016 fanden neben begleiteten Simulations- und Skills­trainings diverse Instruktoren-Fort- und -Weiterbildungen statt.

Weitere Tätigkeiten umfassten u. a. die Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung von CIRS-Fällen in Simulationsszenarien, die Weiterentwicklung von Teamtrainings auf Intensivstationen, die fortlaufende Entwicklung von Simulationsmodulen für Teamaspekte des «Heart Labs», die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Palliative Care zwecks Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Simulationstrainings für die Palliative Care sowie die Zusammenarbeit mit der Klinik für Onkologie zwecks Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Simulationstrainings für die Onkologie.

Forschungszentrum Physiotherapie Ergotherapie

Schwerpunkte in der Arbeit des Forschungszentrums Physiotherapie Ergotherapie waren 2016 die Erforschung von konventionellen Trainingsprogrammen und Trainingsprogrammen mit technischen Applikationen (z. B. virtuelle Realität und Telemedizin) für Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen. Zudem wurden Messinstrumente auf ihre Eigenschaften erforscht.

Lehre

Die Erhöhung der Studienanfängerplätze Humanmedizin UZH wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Studiendekanat MeF UZH vorbereitet und curricular sowie organisatorisch erfolgreich umgesetzt. Zudem wurde die Möglichkeit der gemeinsamen Betreuung von Masterarbeiten mit anderen Hochschulen institutionell vorbereitet.

Ebenso wurde mit zahlreichen Fachkliniken und dem Studiendekanat MeF UZH ein konzises Curriculum für die klinisch-praktische Ausbildung in Chirurgie für das Zürcher Humanmedizinstudium vorbereitet.