Präventions­massnahmen

Die Händedesinfektion ist ein wichtiges Element zur Prävention von im Spital erworbenen Infektionen und zur Verhinderung von Übertragungen multiresistenter Keime. Sie widerspiegelt die «Immunität» des USZ gegen die Ausbreitung von multiresistenten oder hochinfektiösen Keimen. Zum Schutz der Patienten vor viralen Atemwegserkrankungen wurde im Winter 2016/2017 das «Zürcher Modell» der Prävention unter dem Namen «Antivirusprogramm» durchgeführt. Dabei wird neben der Grippeimpfung auf die Wichtigkeit des Maskentragens bei Erkältungs­symptomen jeglicher Art und auf das korrekte Anwenden der Hände­desinfektion, insbesondere vor Patientenkontakt, hingewiesen.

Händehygiene

Der Verbrauch an Händedesinfektionsmittel kann als Qualitätsindikator für die Anwendung dieser Präventionsmassnahme durch das Personal dienen. Der Verbrauch hat erfreulicherweise auch 2016 in allen Bereichen zugenommen.

Durchschnittlicher Händealkoholverbrauch pro Tag und Patient in ml

Quelle: Spitalhygiene, Prof. Dr. med. Hugo Sax, Marie-Theres Meier

2016 2015 2014
Intensivstationen und Neonatologie 258 245 242
Intermediärpflegestationen und Stammzell-Stationen 179 152 150
Bettenstationen 61 56 52

Intensivstationen und Neonatologie

2016 2015
258 245

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Vom Verbrauch kann auf die Anzahl durchgeführter Händedesinfektionen geschlossen werden. Eine Anwendung benötigt 2 bis 3 ml. Für den Verbrauchswert von 2016 ergeben sich somit 20 bis 30 Händedesinfektionen pro Patient und Tag auf Bettenstationen sowie 86 bis 129 auf Intensivstationen und Neonatologie.

Grippeimpfung

Die Erhebung der Impfbeteiligung erfolgte erneut personenbezogen via USZ-Badge. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist deshalb erstmals möglich. Das Impfverhalten blieb überraschend stabil (Impfrate 15.4 % vs. 15.5 % im Jahr 2015). Aufgrund der weiterhin tiefen Impfrate sind Übertragungen im Spital nicht ganz auszuschliessen. Deshalb bleibt die konsequente Anwendung der oben erwähnten persönlichen Schutzmassnahmen umso wichtiger. Weitere mögliche Massnahmen für Mitarbeitende im klinischen Alltag werden diskutiert.

Grippe-Impfstatistik 2016

Quelle: Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Prof. Dr. med. Edouard Battegay, Dr. med. Silvana Rampini Speck

2016 Anzahl Mitarbeitende Geimpft (n) Rate in % 2015 Anzahl Mitarbeitende Geimpft (n) Rate in %
Ärzte 1’550 491 31.7 1’460 448 30.7
Pflege 2’785 314 11.3 2’814 344 12.2
MTTB 954 152 15.9 835 151 18.1
mit direktem Patientenkontakt 5’289 957 18.1 5’109 943 18.5
ohne direkten Patientenkontakt 2’435 233 9.6 2’580 246 9.5
alle 7’724 1’190 15.4 7’689 1’189 15.5

Rate in %

mit direktem Patientenkontakt ohne direkten Patientenkontakt
18.1 9.6

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